. .

antony and the johnsons - i am a bird now


Erscheinungsjahr: 2005
Label: secretly canadian/rough trade
Tracks: 10
Spielzeit: 35:27
Genre: alternative
Subgenre: singer/songwriter
antony.jpg
Bewertung: 9/10

rating

Was für ein ergreifendes, fragiles, starkes, berührendes, einfühlsames, eigenständiges, seelenvolles, melancholisches, wunderschönes Werk. Klavier plus Antonys einzigartige, freilich gewöhnungsbedürftige Stimme bilden das Rückgrat und gleichzeitig die Fresken der zehn Songs. Hinzu kommen Streicher, vorsichtig tupfendes Schlagzeug, sparsam eingesetzte Bläser und hochkarätige Gastsänger wie Devendra Banhart, Boy George, Lou Reed und Rufus Wainwright, die der Stimme des Meisters aber nichts entgegenzusetzen haben, sondern nur ein paar weitere Farbtupfer im Kosmos dieses Albums darstellen.
Über allen auf "I am a bird now" behandelten Themen schwebt immer der Gedanke an Aids und - unausweichlich damit verknüpft - an den Tod. Darunter tut sich aber ein vielfältiges Universum an anderen, teilweise sehr persönlichen Inhalten auf. Hoffnung auf Freunde in dunkelsten Stunden und Angst vor dem Alleinsein in "Hope there's someone", Geschlechterwandlung ("for today I am a Boy"), Geschwisterbeziehungen und emotional stärkende Bindungen in "You are my sister" und weitere erlesene Themen zwischen Begehrlichkeiten, Furcht, Liebe und Freiheit. Entsprechend musikalisch ingeniös umgesetzt. Höchstens vergleichbar mit Gary Floyd, der sich ähnlicher Lyrik und Stimme bediente - allerdings nicht ganz so überirdisch.

14.08.2005
stativision (Tobias Goris)


:: Comments ::


Comment
Name:

Comment:

Security question, please solve:

6GN         U        
5      D    D J   N4H
4BX   PK7   9ND      
  U    8      Q   8A9
FTK           X      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!