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verlen - blood and gold for everyone


Erscheinungsjahr: 2011
Tracks: 10
Spielzeit: 33:24
Genre: alternative
Subgenre: alternative rock
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Bewertung: 6.5/10

rating

Vermutlich ist "Blood and gold for everyone" eine der professionellsten Veröffentlichungen ohne Labelunterstützung im Alternative Rock. Was daher rührt, dass Verlen zu den alten Hasen im deutschen Alternativesektor gehören - ohne dass offenbar allzuviele Leute davon Kenntnis genommen haben. Stetig veröffentlicht die Band seit etwa 10 Jahren ihre Alben, mal bei kleinen Labels, mal in Eigenregie und auf durchgehend hohem Niveau, ohne aber den Bekanntheitsgrad von, sagen wir mal, Blackmail auch nur annähernd zu erreichen. Schade drum, denn auch wenn sie vielleicht nicht ganz an die Klasse der Platzhirsche herankommen, beachtlich ist auch das Material auf "Blood and gold for everyone". Das Prinzip der Songs von Verlen ist einfach, aber effektvoll. Melodie trifft auf gemäßigte Härte trifft auf etwas Pathos. Dabei treten Songschreiberische Qualitäten zutage, die fast jedem Track zumindest etwas Hitqualität verleihen. Die Originalität bleibt dabei mitunter auch mal etwas zu sehr auf der Strecke, was sich auf vorliegendem Album noch etwas stärker herausschält, als auf dem selbstbetitelten Vorgänger; dafür offenbart "blood and gold..." aber auch ansonsten keine Schwächen mehr. Ein klassisches Beispiel für den Schuster, der bei seinen Leisten bleibt - und das erfolgreich. Reduce to the max ist ein weiterer Sinnspruch der mir zu "blood and gold..." einfällt. Im Vergleich zum stellenweise vielleicht fast schon überproduzierten und vergleichsweise langen Vorgänger geht es hier überwiegend rockig und geradlinig zu, teilweise fast schon punkig (nomen est omen: "yeah, yeah, yeah" oder auch das noisige "tell me"); ab und an will man Jimmy eat world sein (geschafft in "Common Common Common", nicht ganz in "sober"). Ruhig ist hier nur "chasing", die Ballade, die hier gottseidank ohne Schmalz auskommt und damit ebenfalls als gelungen abgehakt werden kann. Als etwas überraschenden Abschluss gibt es mit "the end or the state of our world" einen langsam daherrollende Verlen style blues (oder so), der immerhin einen Horizont abseits der üblichen Trademarks aufzeigt. Der rollt zwar tatsächlich ganz nett, hinterlässt aber abseits davon keinen sonderlich großen Eindruck.
Der Nachteil bei ihrem Prinzip Geradlinigkeit ist, dass zwar viel hängenbleibt, die Abnutzungserscheinungen jedoch groß sind und schon beim dritten Durchlauf Langeweile auftritt. Das wiegt umso schwerer, als dass hier nur 10 Songs auf einer guten halben Stunde verteilt sind. Insofern Punktgewinn für den selbstbetitelten Vorgänger.


Ähnlich:
Jimmy Eat World, Blackmail, Placebo, Nirvana, Bush, Foo Fighters, Smashing Pumpkins, Silverchair, Jane´s Addiction, Ash, zwan

12.10.2013
stativision


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!