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loom light - 15th annivesary - best of the best


Erscheinungsjahr: 2014
Tracks: 20
Spielzeit: 78:30
Genre: alternative
Subgenre: gothic/dark wave
LOOMLIGHT-CD-Cover.jpg
Bewertung: 5.5/10

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Wer generell bei Gothic mit deutschen Texten ob überkandidelten Texten und Gesang Lachkrämpfe bekommt, muss auch nicht unbedingt bei Loom Light reinhören. Wie schon in der teilweise auf dieser Seite rezensierten Trilogie von Loom Light gibt es auf "15th annivesary" eine hier und da schon grotesk eklektizistische Mischung aus Dark Wave, Gothic Rock und Synthie Pop mit klassischen und Schlagereinflüssen und allerlei anderen Anklängen. Da es sich hier um eine Art Anthologie von veröffentlichten und unveröffentlichten Songs handelt, ist das Aufeinandertreffen von musikalischen Welten hier noch krasser als auf den Alben von Loom Light ohnehin schon. Wobei sich natürlich bei einer derartigen Band, deren andere Veröffentlichungen stark konzeptuell verbunden ist eine solche Anthologie Sinn macht. Als Überbrückung zum nächsten Album wird es im Infozettel beschrieben und mehr ist es sicherlich auch nicht. Etwa drei Viertel der 20 Songs sind auf den drei vorherigen Loom Light Alben "The secrets of the silver blades" , "Ein Märchen das es nicht mehr gibt" und "Die siebente Saga", die zusammen die "A loom full of light"(ALFOL)-Saga ergeben, zu finden. Der Rest besteht aus mehr oder weniger obskuren Demoversionen und Songs, die man auf der Trilogie nicht veröffentlichen wollte. Bei Stücken wie "Tochters Weihnachtsmann" (bislang nur als Single erschienen), die als Schnapsidee und Witzstück ohne viel Witz verstanden werden sollten, hätte man vielleicht auf eine Wiederausgrabung besser verzichtet. Der Opener "Mozart Merchandized", einer der wenigen englischsprachigen Songs, hingegen ist überraschenderweise einer der stärkeren Loom Light Songs und verbindet Synthie-Mozartmelodien mit Elektropop und weiblichem, leicht verzerrtem Gesang und wurde ebenfalls ausschließlich (?) als Single veröffentlicht. Die laszive Atmosphäre lässt an Eurythmics "Sweet dreams" (und poppigere Marylin Manson) denken und ist jetzt schon der Hit dieser Zusammenstellung. "Friday the 13th" (eine weitere Nur-Single) von 2011 überzeugt mit einfachen, aber effektiven Sopranmelodien, auch wenn der Text mit Abzählreimen und dem peinlichen, nichtlustigen Ende alles andere als eine Großtat ist. "Nie mehr" ist eine sehr poppige, etwas zu eindimensionale Betrachtung von deutschsprachigem Synthiepop mit einfachem Drumbeat, eingängigem weiblichen Gesang und nett vor sich hin dudelnden Gitarrenloops. Die folgenden Tracks durchlaufen in Kurzform die ALFOL-Saga und offenbaren eine interessante, manchmal die Grenze zur Lächerlichkeit überschreitende, musikalisch vielfältige Vertonung einer Liebesgeschichte in einem selbsterdachten Fantasieland mit viel Zauber, Märchenwesen und sonstigen Versatzstücken aus einschlägigen Fantasymedien. Am beeindruckendsten ist neben der musikalischen Vielfalt die Hartnäckigkeit von Dark Romeo Aurel, der sich für das Konzept verantwortlich zeigt. Über einen Zeitraum von 10 Jahren eine Trilogie zu veröffentlichen, mal mit mehr, mal mit weniger Beachtung als österreichische Nischenband ist beachtlich. Die Entwicklung zur professionelleren Produktion von 2003 hin zu den neueren Stücken von 2011 wird auch schön deutlich.
Gegen Ende der CD gibt es noch ein paar alternative/Demo-Versionen, von denen "Metamorphose (Classic Version)" als schöne Klavierbearbeitung des gleichnamigen zwölften Tracks herausragt. Eine ähnliche, aber nicht ganz so überzeugende Version gibt es von "Romeo & Supergirl", welche nur mit Klavier etwas langweiliger daherkommt. Die "unlimit Demo" von "Hello, nice to eat you" ist auf meiner Version durch Aussetzer unkenntlich geworden, was sich hoffentlich nicht auf der finalen Pressung der Anthologie wiederfindet.


Ähnlich:
Goethes Erben, Marilyn Manson, Das Ich, the Cure, Rosenstolz, Untoten, Project Pitchfork, Sisters of Mercy, Fields of the nephilim

22.02.2015
stativision


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!