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a guy named z - a guy named z


Erscheinungsjahr: 2012
Tracks: 12
Spielzeit: 49:27
Genre: metal
Subgenre: nu rock/metal
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Bewertung: 5.5/10

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Das Cover ließ nichts gutes verheißen. Mit seiner Photoshop-Variation vom Mann mit den zwei Gesichtern konnte das eigentlich nur Musik zwischen Emocore, Nu Metal, Metalcore und Nu Rock sein. Der Anfang der CD war dann recht verheißend. Ein atmosphärisches Intro, etwas bluesig, etwas exotisch. Die Verheißung war dann doch eher kurz: Nach einer halben Minute fing das Unheil in Form von zu Tode gelutschten Riffs an, die irgendwo auf halber Strecke Richtung "brachial" steckengeblieben sind. Daran schließen sich melodische Heavy Metal Soli an. Herrje. Immerhin: Der Gesang von Yannick ist kräftig und schwankt effektvoll zwischen glasklar und einer raueren Version. Und tatsächlich ist die Band damit irgendwo zwischen Nu Rock und Metal. Gegen Ende des Openers "Give it back" wird dann aber auch die Gitarrenarbeit mitreißender. Das folgende "Education" geht die Sache etwas getragener an und klingt vor dem Refrain wie Faith no More aus der mittleren Phase, allerdings gänzlich lustlos. Die Tablas-Percussion fügt sich aber dann erstaunlich gut in den Song ein und das Umschalten auf den druckvolleren, härteren Mittelteil gelingt mühelos. Woher das deplatzierte, kurze Solo kommt, wissen dann aber nur die Götter. Bezeichnend jedenfalls für das Album: Auf eine Handvoll gute Ideen kommt ein Haufen von belanglosem Kram, der schon tausendmal besser gebracht wurde. Eine Halbballade (mit bescheuerten Soli, aber mit ordentlichen Leads) namens "now you're gone" suhlt sich in allen erdenklichen Klischees, gegen Ende des Albums macht das ruhigere "the misery of gravity" die Sache hingegen besser. In "tolerate" beherrschen leider wieder zu altbackene Riffs die Szenerie eines zwar kraftvollen, aber Standard NuRock Songs. "scars" geht etwas schneller zu Werke, lässt aber auch nicht wirklich aufhorchen, trotz des durchaus vorhandenen Mitsingpotentials: Es geht leider auch direkt wieder aus dem Ohr raus. Die Einführung des Solos geht auch daneben, erst später fügt sich die Gitarre, zum Lead gezwungen, mit dem Rhythmus und einem gut choreografierten zweistimmigen Gesang wieder zu einem netten Ganzen. "The shrink" fällt in erster Linie dadurch positiv auf, dass das Akustikbreak wirklich gut eingefügt ist, der Rest des Songs leidet auch wieder an mangelnder Eigenständigkeit, versucht aber, durch den Songaufbau etwas Komplexität in die Sache zu bringen, was ansatzweise funktioniert, genau wie das ungewöhnliche "Admire the saviour of all being" als Intro des recht metallischen "The fake ass goddess of oblivion" etwas mehr Eigenständigkeit zeigt. Zum Ende wird es mit "New Vow" nochmal extrem hymnisch - was die Band gut meistert, aber was auch schon zu oft gehört wurde. Arme in die Luft vor der Klippe eben. Wer das toll findet, kann ja mal in "A guy named z" reinhören. So viel schlechter als die Legionen an Vorbildern ist das Teil nicht.


Ähnlich:
Three days grace, 3 doors down, stone sour, linkin park, deftones,

02.10.2013
stativision


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!