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Zeitraum X - Demo 2011


Erscheinungsjahr: 2011
Tracks: 3
Spielzeit: 12:10
Genre: alternative
Subgenre: NDW/H/indierock/postpunk
notavailable
Bewertung: 3.5/10

rating

"Wir sind auf einem guten Weg, in eine neue Zeit..." singt Lele am Anfang von seinem Demo 2011. Ein Jahr ist nun seit der (wohl eher inoffiziellen) Erscheinung des 12 Minuten kurzen Tonträgers vergangen, aber von der Zeitraum X getauften Ein-Mann-Band hat man seitdem nichts mehr gehört. Auch im Internet findet man, abgesehen von den kaum besuchten myspace-Seiten des Musikers, keine Spuren über Zeitraum X. Eine der vielen Projekte, die untergingen, bevor es richtig los ging? Doch kein guter Weg? Wer weiß. Dabei ist die Musik auf "Demo 2011" gar nicht uninteressant, wenn auch auf weiten Strecken dilettantisch und unausgegoren. Das erstaunlich solide Rhythmusfundament mit teils melodischen, teils monotonen Basslinien und einem treibenden Schlagzeug erinnert an Postpunk und NDW, ein wenig auch an Dark Wave und Indiepop. Dazu gesellt sich Leles zurückhaltende, leiernde, auf Deutsch vortragende Stimme, die sicherlich das größte Hindernis auf dem Weg in viele Ohren darstellen dürfte. Sie ist unausgereift und stützt sich auf schnell langweilig werdende Melodien, die kaum welche sind. Die Texte spiegeln dabei offensichtlich Persönliches wieder, eine Gefühlswelt eines jungen Erwachsenen zwischen hoffnungsfroh (Halt mich fest) und düster (Das Herze bricht). Selten peinlich, aber auch nicht interessant, am ehesten gelungen noch die psychotische Domestizierung eines wie auch immer gearteten Engels in "Engel".
Auf dem Weg zum Refrain stürzen sich alle drei Songs auf dem Demo in härtere Gefilde, die Ähnlichkeiten zu Neuer Deutscher Härte allerdings (was auch dem rohen Gitarrensound geschuldet ist) in einer eher punkigen Version. Das gerät dann leicht peinlich und unpassend, insbesondere im abschließenden "Das Herze bricht" wo es eher rumpelt denn kracht. Eine teils krude, teils spannende Mischung, aber etwas mehr Fokussierung auf das Wesentliche (das rhythmische Schlagzeug und die Bassmelodien), sowie ein besserer Gesang würde die durchaus vorhandene Atmosphäre der Songs untermalen. So ist "Demo 2011" nur ein weiteres Demo, was, nicht zu Unrecht, vermutlich tatsächlich kaum gehört untergehen wird.

Wer Interesse hat, wird am ehesten auf dieser myspace-Seite fündig.


Ähnlich:
Joachim Witt, Rammstein, Joy Division,

01.12.2012
stativision


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!