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wildbirds and peacedrums - the snake


Erscheinungsjahr: 2009
Label: haldern pop
Tracks: 10
Spielzeit: 43:02
Genre: diverses
Subgenre: accappella and percussion
wildbirds-and-peacedrums_snake.jpg
Bewertung: 7/10

rating

Am Anfang: Zwei Stimmen, wie der Wind. Männlich: Im Hintergrund, summend. Weiblich: Im Vordergrund, singend. Andreas Werlin und Mariam Wallentin in sakraler Stimmung. „Island“. Man denkt unweigerlich, Vorsicht: Namedropping, an Dead Can Dance. Anerkennend nickend.

Lied zwei: Gibt die weitere Marschrichtung vor. „Island“ als Irreführung? Als Ruhetäuscher? „There is no light“ jedenfalls ist unruhig hin und her pendelnde Percussion, hektischer, teils atemloser Singsang. Abruptes Ende.

Die Marschrichtung ist: Gerne viel ausprobierende Percussion plus weiblicher, mittelschwer experimenteller Gesang. Irgendwo zwischen Chanteuse, Blues und Freak Folk. Nicht immer schwer verdaulich, so gibt es in „Chain of steel“ gar ein Refrain, der im Ohr hängen bleibt Der Hit des Albums, wenn auch noch ein bisschen entfernt von Airplay abseits des örtlichen Campusradios. Und außerdem gibt es im Verlauf des Albums noch ganz schön viel mitreißendes Drumming.

Das zweite Album des Duos mit dem sperrigen Namen hat seine schönen Momente, es hat aufwühlende Momente und verquere, sich nicht direkt erschließende Momente. Das ist eine schöne Kombination. Trotz so manchem Fragmentarischen und stellenweise auftauchendem Leerlauf - wobei eine Straffung hier eher das Weglassen von ein oder zwei überflüssigen Songs bedeutet hätte, so z.B. „places“ das die wohl gewünschte, hypnotisierende Wirkung mit seiner Verknüpfung von tribalartigen Drums und Bluesschema nicht so recht hervorrufen kann. Im Gegensatz zum nachfolgenden „great lines“, dem man höchstens vorwerfen kann, zu sehr an die Liars zu erinnern, zumindest bis zum hippiesken, überschwänglichen, fröhlichen Mittelteil, der dann wiederum in wildes Trommeln mündet.

Am Ende der zehn Songs ist man dann ein wenig ermüdet. Was verschiedene Gründe hat. Zwar eröffnen Wild Birds & Peace Drums nicht unbedingt neue Hörwelten, aber gewöhnlich ist das Material nicht und insofern gewöhnungsbedürftig. Außerdem ist der überwiegende Teil von "the snake" eher den aufwühlenden Momenten zuzuordnen, es gibt viele Schwenks und Breaks, viel Geklöppel und Gehaue auf allerlei rhythmischen Instrumenten. Ein klein wenig überstrapaziert wird dabei das „Schräger Bluesgesang trifft auf wallendes Trommeln“-Schema, was aber gar nicht so schwer wiegt. Erstens, weil der vorletzte Song mit schrägem Zupfinstrument und Frau/Mann-Doppelgesang aus der Reihe fällt und zweitens weil „My Heart“ in seiner Einfachheit und gesungener Leidenschaft ein einziger, wahrhaft bewegender Moment ist. Und das Davor sehr vergessen lässt.


Ähnlich:
Diamanda Galas & John Paul Jones, Liars, Dead Can Dance, Tickley Feather, Lisa Gerrard, Au, Metallic Falcons, Animal Collective

19.10.2009
T. Goris


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!