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triggerfinger - what grabs ya?


Erscheinungsjahr: 2010
Label: excelsior / haldern pop
Tracks: 10
Spielzeit: 44:56
Genre: rock
Subgenre: rock
triggerfinger_what_grabs_ya.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Triggerfinger ist Rock aus Antwerpen. Gemach! Bevor jeder dEUS-Fan zum Plattenladen rennt: Mit dem experimentellen Indierock der wohl bekanntesten Antwerpener Band haben Triggerfinger nicht viel am Hut. "What grabs ya?" ist einfach nur Rock. Mit leisen Zwischenspielen, poetischen Ausflügen und schrägen Eskapaden hat das Trio nichts am Hut. Einfache, aber effektive Riffs schichten sich übereinander und greifen der stets voll gesättigten Rhythmusfraktion unter die Arme. Ein Midtempo-Bollwerk zwischen sämtlichen Rockrichtungen der 60er bis 80er Jahre, vielleicht hier und da ein klein wenig alternativ produziert, aber in der Essenz von modischen Stilrichtungen der letzten Jahre verschont. Wenn man schon die Szenewächter hinter dem Ofen hervorlocken wollte, müsste man vielleicht Wolfmother erwähnen, aber Triggerfinger sind dann doch wieder anders, nicht so plakativ und nicht so sehr Led Zep. Oder vielleicht ein paar Wüstenrocker oder gar Grunge-Bands. Aber auch das passt nicht so ganz, nicht trocken genug, nicht abgefuckt genug. So rocken Triggerfinger einsam ihrer Wege. Mal hart, mal psychedelisch, mal melodisch, mal bluesig, insbesondere im akustisch-verzerrten Abschluss "No teasin around", der als Song leider zu langweilig geraten ist und als Witz zu lang oder im siebeneinhalb-minütigen "Lines", der direkt davor in Sachen Langsamkeit neue Triggerfinger-Maßstäbe setzt, dem aber zum richtig guten Song das gewisse Etwas fehlt und bei dem das "we don't give a fuck" zu aufgesetzt klingt. Man merkt aber, dass Triggerfinger nicht nur Wert auf Abwechslung, sondern gar auf Gegensätze legen. So steht der drei minuten kurze, treibend groovende Titeltrack "What grabs ya?" direkt vor besagtem, ultralangsamen, langen "Lines" und das vor Dichtheit starre, psychedelisch-düstere "Scream" wird von dem locker groovenden "Is it" und vom melodischen "Halfway town" eingerahmt. So richtig hängen bleibt aber trotz der Handvoll netter Melodien ("Halfway Town" und "Soon" an der Spitze), der kraftvollen Riffs ("first taste"!) und so manch mitreißendem Rhythmus nicht allzuviel. Triggerfinger rocken sich zwar solide, aber auch etwas beliebig durch über 20 Jahre Rockgeschichte. Live macht das bestimmt großen Spaß.


Ähnlich:
Bruce Springsteen, Deep Purple, Black Sabbath, Masters of Reality, Steppenwolf, Hawkwind, Cream, The black crowes, Soundgarden...

05.04.2010
T.G.


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!