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tequila & the sunrise gang - coloradio


Erscheinungsjahr: 2008
Label: coast rock records
Tracks: 10
Spielzeit: 53:57
Genre: alternative
Subgenre: ska rock
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Bewertung: 7/10

rating

Bitte weder vom Bandnamen noch vom Albumtitel abschrecken lassen. Das ist keine Musik für Suffköppe, und mäßige Wortspiele sind hier auch nicht Programm. Das ist vielmehr eine der ganz wenigen Hoffnungen im hiesigen Ska Punk. Wahrscheinlich sogar mehr als das. In zweierlei Hinsicht: Hoffnung dürfte noch untertrieben sein und das was auf „Coloradio“ zu hören ist, ist mehr als nur (Standard) Ska Punk – passt aber dennoch perfekt in diese Schublade und jeder geneigte Fan dürfte mit diesem Album zufrieden gestellt werden. Vielleicht nicht diejenigen, die ständig Volle Kraft Voraus erwarten und mit Ska Punk non-stop-pogo verbinden. Denn Tequila & the sunrise gang gehen erstaunlich intelligent und abwechslungsreich vor. Gekonnt streut die neunköpfige Band ruhigere Parts in die überdurchschnittlich langen Songs, hier und da sind leichte Reggaeanklänge zu vernehmen, ab und zu glaubt man gar für Sekundenbruchteile orientalische Skalen oder Jazz zu erkennen und alternativem Pop auf der einen Seite und -core-lastigeren Wutanfällen auf der Anderen scheint man auch nicht abgeneigt. Hinzu kommen Songaufbauten, die oft über das übliche Refrain-Strophe-Thema hinausgehen, was die Songlängen von um die sechs Minuten erklärt. Das macht „Coloradio“ trotz aller catchy Bläser, ohrschmeichelnden Gesangslinien, tanzbarer Rhythmen und druckvollen Gitarrenriffs schwerer verdaulich, aber auch lohnender, vor allen Dingen in punkto Langzeitvergnügen. Klar: Nicht jeder der zehn Songs ist ein Volltreffer über die gesamte Zeit, nicht jedes Break und jeder Stilwechsel ist gänzlich logisch oder nachvollziehbar und hier und da stellt sich auch ein leichtes Deja Vú-Gefühl ein und am Ende von „Worldwide Delivery“, dem dritten Track, nutzt sich die Musik ein wenig ab (da hätte die Band doch noch konsequent abwechslungsreicher vorgehen können), aber für das Genre ziehen sich Tequila & the sunrise gang beachtlich aus der Affäre. Vor allen Dingen, da man direkt nach besagtem Song mit „Tu – La Maravilla“ (schöner, pathetischer Refrain) die Richtung in melancholischen Latino/Mariachi-Style wechselt, bevor man mit „Memories & Elephants“ wieder in die bekannte Spur wechselt. Ähnlich schön ist der Orgelpart in „Rise & Fall“ oder – trotz des trivialen Textes - der Bob Marleyeske Abschluss „Homecoming“. Wie sagt man so schön: Runde Sache. Und wahrscheinlich vor allen Dingen live ein Erlebnis.


Ähnlich:
die punk/core-lastige seiten von Sublime & mad caddies und nachfolger.

19.10.2009
T. Goris


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!