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sunday music club - come with us


Erscheinungsjahr: 2004
Label: pop on paper
Tracks: 5
Spielzeit: 21:24
Genre: alternative
Subgenre: alternative pop
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Bewertung: 6.5/10

rating

Sunday Music Club heißen nicht nur so, sie klingen auch so. So, wie man sich gut abgehangene Sonntag-Nachmittagsmusik eben vorstellt. Nette Melodien, lässiger Gesang, warm schmatzende Beats und drollige Samples. Nur ab und zu brodelt es unter der Oberfläche und man spürt, dass dort etwas durchzubrechen versucht. Als wenn man sich vom relaxten Sonntag Nachmittag plötzlich auf einer wilden Fete wiederfindet, wo nackige Menschen kreuz und quer durch die Luft springen. So geschehen kurz vor Ende von "reboot" und ansatzweise beim Schluss von "this is what i should say...".
Den Rest der Zeit verbringen Sunday Music Club auf "come with us" mit überaus gefälligen Indiepopsongs, die ein gesundes Maß an Elektronik enthalten und mit Gitarren auftrumpfen, die vom harmlosen Schrammeln bis hin zu perlenden Melodien alles bieten. Dazu ein Sänger, der zwar hin und wieder so klingt, als wäre ihm alles egal, dem man aber nach dem dritten Song sowieso an den Lippen klebt.

Die ersten vier Songs lang verhält sich "come with us" negativ parabelmäßig. Sowohl vom Härtegrad, als auch von der Geschwindigkeit her betrachtet. Eröffnet wird mit dem relativ rockenden "reboot" mit fetter, fuzzy Basslinie (relaxt tanzbar); das folgende "hello" erinnert schon deutlich entspannter ein wenig an the Police und ist mit einer rückenmarkpackenden Melodie der unangefochtene Hit der Mini-CD, bevor die nächsten Stücke "this is what i..." (erinnert überraschenderweise an Eddie Brickell) und "she's one with the sun" noch mal einen Gang zurückschalten und mit den angesprochenen perlenden Gitarren beeindrucken. Eines ist aber allen gebotenen Stücken eigen: Eine gewisse Leichtigkeit des Seins, was sich auch in den Texten ausdrückt und in dieser ungemütlichen Vorfrühlingszeit ungemein aufbauend wirkt. Geradezu traurig, dass das letzte Stück, der electric sunday remix von "where I ever go" so isoliert erscheint, dass es auch ein Bonustrack hätte sein können. Zuviel Elektropop, für sich genommen nicht schlecht, aber zu hektisch für die CD. Und auch für einen gelungenen Sonntag Nachmittag. Am besten nochmal zurück zu "hello". Hach, wie schön.

www.sundaymusicclub.de


Ähnlich:
Hüsker Dü, Naked Lunch, Slut, Nova Mob, Eddie Brickell, The Police, Ether Frolics

04.04.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!