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substance of dream - höllengott


Erscheinungsjahr: 2000
Label: de profundis
Tracks: 14
Spielzeit: 63:55
Genre: Alternative
Subgenre: Wave/Gothic Rock
substanceofdream.jpg
Bewertung: 5.5/10

rating

Nach "Gloria" nun also "Höllengott". Substance of dream auf voller Länge. Alles in allem keine großen Überraschungen. Alles, was von mir zur Vorabmaxi "Gloria" gesagt wurde, gilt uneingeschränkt auch für "Höllengott". Die Band spielt und singt sich (letzteres leider weiterhin mehr schlecht als recht) quer durch eine gutsortierte 80er Dark Wave/Gothic/Postpunk Plattensammlung, kommt dabei aber nur selten an die Qualität der Originale heran. Weder textlich, noch musikalisch. Nur die Lyrik von "fremder Tag", die sich als Übersetzung des Cure-Klassikers "a strange day" entpuppt, offenbart - wie schon im "Gloria"-Review gesagt - Qualitäten, die leider nicht der Band selbst zuzuschreiben sind. Ansonsten werden typische Düsterkult-Klischees verbraten, ob nun englisch oder deutsch gesungen wird.
Dass beim Ritt durch die Platten der Vorbilder einiges an musikalischer Vielfalt geboten wird ist nur konsequent, da aber eine homogene Atmosphäre bei "Höllengott" nicht gegeben ist, kann man das Ganze auch guten Gewissens zerrissen nennen. Fürs heimische Wohnzimmer ist die CD also nichts geworden, hier stechen nur "satanskult" als die gelungene Verquickung von treibenden Rhythmen und schluchzenden Melodien, "zombie" als wirklich schönes Gothic Rock-Stück und "psycho", welches seinem Namen alle Ehre macht, hervor. Ebenfalls und überraschenderweise ist die Instrumentalversion von "gloria" positiv hervorzuheben, welches durch die hier hinzugefügten Klavierpassagen eine zusätzliche, gut passende Klangdimension aufgedrückt bekommt. Ein neues Türchen hat sich die Band mit dem mittleren Teil vom Titeltrack aufgestossen, der bemerkenswerterweise an die Einstürzenden Neubauten erinnert. Gefällt und lässt Raum für positive zukünftige Entwicklungen.

Der Rest ist als Tracks für sich genommen höchstens geeignet für die lokale Düstertanzfläche, wofür gewohnt eckige Rhythmusarrangements und eingängige (mit der Zeit sehr langweilige) Gitarrenmelodien Sorge tragen. Zwischen frühen Sisters of Mercy (auf Höllengott "behind tears") und 80er Killing Joke (hier "defenceless soldier") sollte auch noch ein Plätzchen frei sein.
www.substanceofdream.de


Ähnlich:
Fliehende Stürme, Das Ich, Sisters of Mercy, Killing Joke, Goethes Erben, Project Pitchfork, Dreadful Shadows, the Cure, Einstürzende Neubauten

12.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!