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snitch - genuine


Erscheinungsjahr: 2003
Label: wolverine records
Tracks: 11
Spielzeit: 36:32
Genre: Punk
Subgenre: Melodic Punk
snitch.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Melodisch angehauchten Punkrock gibt es mittlerweile wohl genug, um für Vollbedienung der Zielgruppe zu sorgen. Warum also braucht der gebeutelte Fan Snitch, ein aus dem Schweizerland stammendes, seit 1999 Tonträger auf den Markt bringendes Trio? In erster Linie fällt mir dazu das Stichwort Nachwuchsförderung ein. Die Beatsteaks und Hot Water Musics dieser Welt werden auch nicht ewig leben. Und bei dem Engagement, mit dem Snitch ihren durch Emocore (besonders deutlich in den persönlichen Texten) veredelten Punkrock auf Platte bringen, sollte der geneigte Rezipient tatsächlich aufhorchen. Zwar wird hier auch nur mit altem Wasser gekocht und nicht selten hat man beim Horchen das Gefühl, dass die ein oder andere Melodie schon an anderer Stelle vernommen wurde, aber der Gesamteindruck bleibt positiv.
Durch die knackig-frische Produktion werden die Songs ohne Verluste ins Mittelohr transportiert, wo zumindest die Hälfte der 11 Dreieinhalbminüter eine längere Verweildauer aufweisen können - Songs wie "Longest Days", "Down in Flames", "Game Over" und "Never Surrender" zeugen von ausgereiftem Songwriting, von dem sich auch so manch größere Band eine Scheibe abschneiden könnte. Handwerklich durchaus in Ordnung werden die 35 Minuten (etwas kurz, aber bei der Konkurrenz selten anders) ohne Langeweile absolviert, durchaus zukunftstauglich die Band, auch wenn die CD in der zweiten Hälfte etwas nachlässt.
Zwar haben die Schweizer noch nicht die ausgereifte große Klasse von Bands wie Social Distortion, die im Infoschreiben als großer Einfluss genannt werden, doch eine Liga darunter lebt es sich wohl auch nicht schlecht.
Mit etwas mehr Eigenständigkeit (nicht nur im Artwork, das sich netterweise nicht an gängige Punkrockklischees anbiedert), die gerade in diesem umkämpften Metier Gewicht besitzt, und mehr Abwechslung sollte auch ein größeres Publikum zu gewinnen sein - meines Wissens nach immerhin die erste Punkrockband der Schweiz, die derartiges zustande brächte.

www.snitch.ch


Ähnlich:
Beatsteaks, Hot Water Music, Social Distortion, The Living End, Billy Talent, AFI

17.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!