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skunk allstars - bleeding hearts and smiling faces


Erscheinungsjahr: 2000
Label: wolverine records
Tracks: 13
Spielzeit: 51:14
Genre: Alternative
Subgenre: Ska Punk
skunkallstars.jpg
Bewertung: 5/10

rating

So bunt wie das Cover kommt auch die Musik von den Skunk Allstars daher. Ein ganzes halbes Dutzend Musikstile zählt das Infoschreiben auf, gut umreißen lässt sich der Stil der Kölner Band aber auch mit Reggae-Ska-Punk. Nun ist ja das Problem bekannt: Deutsche Band versucht nach Jamaica/U.S.A. zu klingen scheitert aber kläglich, denn das Resultat klingt eher steif-verstockt denn nach Sonne und Palmen.
Die Skunk Allstars versuchen das Problem weiträumig zu umgehen, indem man Kollaborationen mit Ikonen der Szene einging (Long Beach Dub Allstars & Mad Professor) und professionelle Gastmusiker ins Studio holte (Sebastian Meyer an den Drums, hauptberuflich bei Pothead). Als rundum gelungen kann man die hehre Mission um das Einreißen von Stilgrenzen jedoch nicht bezeichnen. Oftmals verdirbt sich das gute Dutzend Musiker selbst das farbenfrohe Potpourri, denn eine rote Linie ist nicht auszumachen unter den 13 aufgenommenen Songs. Richtig schön wird es, wenn sich die Rheinländer mal auf ihre songwriterischen Stärken besinnen, wie das etwa auf "Dubby dem I come som", das dubbigem Reggae frönt, passiert. Relaxt, prächtig instrumentiert und spontan klingend sind das die Skunk Allstars at its best. Auch in härteren Gefilden macht man des Öfteren eine gute Figur wie das darauffolgende "Turn around", das an Vorbilder wie Less than Jake denken lässt, beweist. Ebenfalls auf der Habenseite zu verbuchen ist der teilweise deutsch getextete "Dub War", (der nicht wirklich an gleichnamige Band erinnert, eher an die Berliner Seeed), bei dem ohrenscheinlich ein Gastrapper die deutschen Zeilen zum Besten gibt.
Ansonsten ist man zu sehr damit beschäftigt, so viele Stile wie möglich in die Songs einzubringen. Dabei verliert sich die Band zu oft in unnötigen Spielereien, wie die unnötigen Breaks und das Gitarrensolo in "Skin of a Tear". Auch "Parkinsons", wo störende Hardcoreparts gegen gelungene Bläsersätze antreten, will zuviel, schafft aber dabei zu wenig, ähnlich wie "Jaded" und "Unified".
Ein weiteres Manko ist die laxe Produktion, die leider gar nicht so fett ist, wie der Beipackzettel mich glauben lassen will. Insbesondere fehlt es dem Bassfundament an Wumms, so dass auch mit Subwoofer keine rechte Freude aufkommen will. Immerhin sind die Bläser tatsächlich so transparent, als wäre man live dabei, was den zahlreichen Trötenparts enorm zu Gute kommt.
Jedoch: In der zweiten Hälfte des Albums wird die Band homogener und bis auf das genannte "Jaded" und das abschließende "Mad Man" bietet man kaum noch Flickenteppichsongs. "Feel the Fake", "Paying it with pain" und "Stressed out" sind allesamt Songs, die auch bei etablierten Ska-Punkern Gefallen finden dürften und einen Teil der Negativeindrücke der ersten Halbzeit ausbügeln.
Um hoch hinauszukommen bietet "Bleeding Hearts and Smiling Faces" allerdings zu wenig gutes Songmaterial - man ist noch ein gutes Stück entfernt von Bands wie 311, the Urge und Co.
Wo die Band schon in Kanada aktiv ist: Vielleicht wäre Nachhilfe bei den kanadischen Grim Skunk, die erfolgreich vorgemacht haben wie aus einer ganzen Palette Musikstile gute Songs zu komponieren sind, von Nützen...

Skunk Allstars


Ähnlich:
Mighty Mighty Bosstones, The Urge, 311

01.01.2002
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!