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reef - rides


Erscheinungsjahr: 1999
Label: Sony
Tracks: 14
Spielzeit: 54:20
Genre: Alternative
Subgenre: Alternative Pop
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Bewertung: 6.5/10

rating

Es ist Winter und ihr seid von Depressionen geplagt?
Stellt euch eine Reef-Scheibe in den Schrank - Kummer und Sorgen werden vergessen sein.

Die vier sympathischen britischen Jungs, mit dem Frontmann Gary Stringer, dem ständig die Hose runterrutscht, nahmen mit ihrem Frontmann Gary Stringer, dem auf der Bühne ständig die Hose runterrutsch, 1999 ihre dritte Scheibe "Rides" auf. Produziert hat George Dracoulias, der auch schon für andere namhafte Künstler sein Händchen aufs Mischpult gelegt hat (Paradise Lost seien als Beispiel genannt).
Hier hat er klasse Arbeit geleistet. Jedes Instrument da wo es hingehört, obendrauf die helle, aber raue und beseelte Stimme von Stringer. Schön kristallklar ist alles herauszuhören, wie es sich für eine Sommerscheibe gehört.

Gleich der Opener "New Bird" zeigt einem, woher die frische Brise weht - nämlich aus Großbritannien. Und wohl - genauer - aus näherer Umgebung der Rolling Stones. Nur eben nicht so abgeschmackt und alt.

Hier regiert noch die pure Spielfreude. Die Drums und der Bass bauen ein Rhythmusgerüst auf, dass es eine wahre Freude ist, der Groove ist mit den Löffeln gegessen worden, die Gitarren legen sich erdig und ein bisschen funky, aber breitwandig darüber und geben dem Ganzen in Verbindung mit Garys Gesang die Seele - das was Rock lebendig macht.

Und spätestens wer die Lautäußerungen des Frontmannes im zweiten Song "I´ve got something to say" gehört hat, wird sich vor guter Laune kaum noch retten können. Die "Aaahs" und "Yeahs" von Stringer werden als Markenzeichen Reefs noch ausgebaut und gehören mittlerweile fast zu den Texten. Positiv, weil sie (erstaunlicherweise) der Mischung einen zusätzlichen Drive geben.
Rastlos weiter zum dritten Song (kann mich kaum noch auf meinem Stuhl halten und mitsingenderweise versuche ich mich weiter zu konzentrieren): "Who knows, who knows, when we are coming home", der Reisebericht "Wandering" wird perfekt vertont.
Die nächsten Stücke tönen ruhiger, womit mehr Abwechslung in die CD gebracht wird, aber nicht weniger fröhlich. Passend zum sommerlichen Cruisen im Cabrio.

Leider beginnt das Album ziemlich stark, Reef haben aber ihr Pulver zu schnell verschossen: Das langsame "Locked Inside" zum Beispiel ist nettes Beiwerk zur zweisamen Kuschelpartie, stört aber den energiereichen Fluss der Platte an der falschen Stelle.

Erst "Back in my Place" bringt dann wieder alles an den richtigen Ort, der Bass röhrt, die Stimme noch eine Lage höher und auch die Überschwenglichkeit kommt zurück. Ohne jedoch die Frische der Anfangsstücke zu erreichen.

Wären da nicht Track 10 und 11, könnte man dann leider das restliche Album auch als Hintergrundmusik laufen lassen, aber in "Who you are" und "Love Feeder" drehen die Jungs inklusive Gastmusiker noch mal richtig auf. Wer jetzt immer noch nicht auf ein höheres Energielevel gebracht worden ist, dem kann man wohl auch nicht mit mehr Sonne helfen.

So ganz an die besseren Songs des Frühwerks "glow" kommt "rides" nicht heran - zwar klingt die CD erwachsener, aber ein wenig leidet doch die Spielfreude an der größeren Perfektion. Und zu lang ist die CD sowieso geworden. Was hätte die erste Hälfte der CD (plus drei weitere Songs) für eine fetzige EP abgegeben.

Gute Laune bringen die Briten übrigens vor allen Dingen live. Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte das bei Gelegenheit unbedingt nachholen, auch wenn die Show nicht sonderlich lang ist. Was da an Glück rübergebracht wird, ist phänomenal und besonders die Songs der zweiten CD "glow" steigern den Spaß am Konzert ins Unermessliche.

01.01.2002
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!