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nathaniel merriweather - lovage


Erscheinungsjahr: 2001
Label: 75 Ark
Tracks: 16
Spielzeit: 59:44
Genre: Beats/Elektro
Subgenre: Trip Hop
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Bewertung: 8/10

rating

Vielen wird es wohl schon zu Ohren gekommen sein: Hinter Nathaniel Merriweather versteckt sich Dan (The Automator) Makamura, seines Zeichens Mitglied von Handsome Boy Modelling School und Produzent der vielgelobten Gorillaz.

Auf seiner zweiten Quasi-Soloplatte betritt er andere Pfade, als die des qualitativ hochwertigen Hip Hops des ersten Werks, das Konzept ist denkbar einfach: Musik für die Schlafzimmer dieser Welt.
Dazu bedient er sich einer Mischung aus Trip und Hip Hop Beats, sowie Funk und Soul Einflüssen und vor allen Dingen vieler Gaststars, von denen die wichtigsten wohl Mike Patton und Jennifer Charles (Elysian Fields) wären, die das ganze mit ihren Stimmen veredeln. Und das machen sie bravourös! Dass Mike Patton gute Arbeit abliefert, wird ja schon fast von ihm erwartet, die wahre Überraschung liefert Charles, die hier wahlweise von Säuseln auf sanftes Singen, Stöhnen oder auf Lolita umschalten kann, dass es eine wahre Freude ist. Selbst, wenn manches Mal die Grenze des guten Geschmacks haarscharf überschritten wird, wie in "Sex (I´m a)" hat der Zuhörer dank der klasse Darbietung und dem ständig vorhandenen leicht ironischen Unterton nicht das Gefühl, einen Fehlkauf gemacht zu haben.

Die Bandbreite des Genres wird voll ausgenutzt, mal treiben minimalistische Hip Hop Beats das Ganze voran, mal wird das Hauptaugenmerk auf den Gesang gelegt, stellenweise dominieren Samples das Geschehen, aber immer stilvoll und niemals hektisch, der einzige Höhepunkt in dieser Richtung ist "Book of the month", gleichzeitig eines der besten Lieder der Platte.

Der einzige Schwachpunkt des Albums ist offensichtlich: Das Konzept nutzt sich beim normalen Anhören recht schnell ab, vor allem dadurch, dass von den 16 Tracks vier nur dem Konzept dienende Zwischenstücke sind, dazu kommen noch drei weniger aufregende Instrumentals. Bleiben neun Songs, von denen das genannte "Book…" und das nur von Jennifer Charles in Höchstleistung vorgetragene "Catch a thief" die Höhepunkte darstellen.
Und trotz geringer Nettoausbeute: Das Album macht sich gut, da die Vocalsongs alle von hoher Qualität sind und durchweg überzeugen können, dabei nicht nur fürs Schlafzimmermiteinander, aber besonders dort zum Zuge kommen.
Hommage an Serge Gainsbourg also geglückt.


Ähnlich:
Tricky, Morcheeba, Portishead, Massive Attack, Handsome Boy Modeling School, Gorillaz, Dan the Automator, De La Soul, Elysian Fields, Bran Van 3000, Everlast, Fun Lovin' Criminals, Beck, Barry White, Serge Gainsbourg, Elysian Fields, Mike Patton, Faith No More

28.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!