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merauder - five deadly venoms


Erscheinungsjahr: 1999
Label: century media
Tracks: 9
Spielzeit: 30:03
Genre: metal
Subgenre: metalcore
merauder.jpg
Bewertung: 8/10

rating

"Wir sind die vereinten Nationen unter den Crossover Bands!"

Nach diesem Motto (?) arbeiten die irgendwann Anfang der Neunziger gegründete Band Merauder.
Bei denen handelt sich um Harte Jungs: Tätowiert wo´s nur geht, Muskeln wo´s nur geht und die Geburtsstädte ist das New Yorker Ghetto. Harte Jungs eben. Sowas wie die kleinen Brüder von Biohazard. Aber siehe da: Merauder prollen kaum mit ihrer "schweren" Kindheit herum und können bald einen Deal mit Century Media abschließen. Das Debütalbum "Master Killer" erscheint 1995 und ist ein einziger Arschtritt. Die Böhsen Onkelz werden auf die Band aufmerksam und nehmen die Jungs mit auf Tour. Und so kicken Merauder dann Abend für Abend vor 15.000 Leuten Arsch.
Gute Voraussetzungen für längerfristigen Erfolg. Und was passiert ? Nichts. Gar nichts. Auflösungsgerüchte machen die Runde. Und dann völlig unerwartet hauen uns Merauder irgendwann 1999, also ganze 3 Jahre nach dem Debüt, den Zweitling "Five Deadly Venoms" um die Ohren. Arschtritt. Auch wenn die guten Startbedingungen natürlich am Arsch (allerdings am Bandeigenen, nicht der, der getreten wird) sind. Sich 3 Jahre für den Nachfolger eines Debüts Zeit zu lassen ist nunmal tödlich im harten Musik-Geschäft. Sprich: Die harten Jungs aus N.Y.G. müssen kürzer treten. Aber nur in finanzieller Hinsicht, denn dass das zweite Album ein Arschtritt ist, wissen wir ja schon. Doch warum ist der relativ kurze Longplayer (?!?), der für 3 Jahre Arbeitszeit fast schon etwas zu kurz ist (30:03 min Spielzeit, minus 1:17 min Intro, macht einen Musik-Gehalt von genau: 28:46 min, d.h. für eine Minute muss der Hörer mehr als eine Mark hinlegen), so ein gottverdammter (ja, gottverdammt!) Arschtritt ? Nun, vor allem wegen solchen Songs wie "Scarred", der Opener, oder "We Are The Ones". "Scarred" überrollt den Hörer.
Aber nicht etwa mit Geschwindigkeit (selbige ist für Merauder eher ein Fremdwort"), sondern vorallem mit den Schädelsplitter-Riffs, nach vorne pressenden Drums und einer Killerproduktion, die obwohl glasklar, alles wegbläst.
Meucheln. Das ist gut. Merauder meucheln sich nach vorne. Und dabei klingen sie allerdings nicht wie irgendeine von tausend Hardcore-Bands, wie Biohazard sind, sondern wie ein gottverdammter Bastard aus Slayer und Bolt Thrower. Merauder riffen sich teilweise mächtig in Death-Metal Gefilde und hängen somit 90% aller Hardcore Bands in Sachen Härte locker ab. Ein Brett nach dem anderen. Ein Feuerwerk nach dem anderen und Arschtritt. Bei "Unify" zeigen Merauder sogar, dass sie, wenn sie merken, dass sie sich in einer Sackgasse festgerifft haben, auch einen Hang zu Harmonie und Melodie haben. Wunderschön und Arschhart. Das gibts sicherlich nich so oft. Auf diesem Arschtritt allerdings sogar gleich zweimal, sowohl in Form des Angesprochenen "Unify" und auch in "Find My Way" bei dem Sänger Jorge zeigt, dass er außer seinen Shouts auch glasklare Clean-Stimme, als auch räudiges Gegrunze draufhat. "Five Deadly Venoms" ist die Hymne. Kann man nach 5 Wochen immer noch im Kopf surren haben. Mit "We Are The Ones" verhält es sich ähnlich, hier verlieren sich die Merauders auch sogar vereinzelt im Up-Tempo. Arschtritt. Als ob 28 min nich schon zu kurz wären, haben sich Merauder sogar noch für eine Coverversion entschieden. "Life On My Own" von Cro-Mags. Klingt allerdings wie ein weiteres Merauder-Stück. Denn sonst müsste man von den 28 min nochmal 2:55 min abziehen und dann würden nur knappe 25 Min Eigenmaterial bleiben. Egal. So tut der Arschtritt nicht ganz so weh. Den Abschluss machen die beiden Brecher "Save My Soul" und "Final War". Mehr Death-Metal als sonst was. Arschtritt.

Was passierte danach ? Nichts. Auflösungsgerüchte machen die Runde. Jorge, der Sänger, steigt aus. Und steigt wieder ein. Es passiert trotzdem nichts. 3 Jahre liegt "Five Deadly Venoms" nun schon wieder zurück. Doch siehe da: Merauder kündigen nach 3 Jahren wieder ein Album an. Bolt Thrower hat man beiseite gelegt. Soundgarden heißen die neuen Helden. Kein Arschtritt.

10.03.2005
kervorkian


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!