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lock up - pleasures pave sewers


Erscheinungsjahr: 1999
Label: nuclear blast
Tracks: 12
Spielzeit: 27:00
Genre: Metal
Subgenre: Death Metal
lockup.jpg
Bewertung: 6/10

rating

Die Namen der Bandmitglieder umreißen schon grob die musikalische Richtung, die man auf diesem Silberscheibchen zu erwarten hat:
Das Projekt, bestehend aus Jesse Pintado und Shane Embury (Guitar & Bass, beide Napalm Death), Nick Barker (Drummer, ehemals bei Cradle of Filth) geht mit Sänger Peter Tägtgren (Hypocrisy) ins Backstage Studio in England, bzw. für die Vocals in Peters Abyss Studio und nehmen in insgesamt drei Tagen unter wohl nicht geringem Alkoholeinfluss (wie die Thankslist und das Backcover vermuten lässt) dieses Album auf.

Noch nicht mal eine halbe Stunde dauert das Teil und mehr würde wohl dem Hörer zuviel abverlangen. Geboten wird - wie nicht anders zu erwarten - Death Metal in härtesten Breitengraden. Mir kommt's desöfteren vor wie eine Melange aus den harten Hypocrisy Songs, ohne Hymnik und mit weniger Black Metal-Einflüssen, dafür umso mehr Thrasheinflüssen Marke Slayer.

Los gehts mit einem 2-Minuten Track Marke "Killing Art", nur leider nicht ganz so killend. Trägt den einfallsreichen Namen "After Life in Purgatory", musikalisch durchaus ok, der Gesang ist - typisch Tägtgren - eine Mischung aus Kreischen und Gegrunze, nur seinen schönen klaren Gesang wird so mancher hier ganz vermissen, würde er doch zu Lasten der Brutalität gehen.
Track zwei haut dann zumindest vom Riffing her eher in die Thrashkerbe, genau wie das folgende "Triple Six Suck Angels". Erinnert stellenweise an das selige "reign in blood" Album von Slayer.

Mit unglaublichem Geprügel gehts weiter, gerade "pretenders of the throne" dürfte alle Metzelfreunde in den Himmel hieven, wogegen "Slow Bleed Gorgon/Pleasure Pave Sewers" durch sein ausgefeiltes Midtempointro besticht. Durch ein geniales Break wird man direkt in den harten Mittelteil geführt, wo anscheinend die gesamte Energie der Band rausgelassen wird.

Abwechslung wird eigentlich nur durch die Breaks und die Geschwindigkeitswechsel geboten, sowie den Gesang. Vor 10 Jahren wäre das Teil wahrscheinlich als Himmelsgabe aufgenommen worden, heute ist es mit seinen 13 gleichförmigen Tracks nur unverbesserlichen Retrofreaks zu empfehlen. Als mehr ist die CD wohl auch nicht gedacht worden. Eine kleine Zeitreise.
Da die Produktion in Ordnung ist und es auch sonst ordentlich was auf die Glocke gibt, dürfen alle Death Metal-Fans beherzt zugreifen. Der Rest lässt besser die Finger davon und leiht sich "pleasure pave sewers" höchstens mal aus, wenn die Freundin wieder einmal durchgebrannt ist, oder ein Hausabriss ansteht.

So richtig das Geld wert ist es aber irgendwie nicht...


Ähnlich:
Napalm Death, Cannibal Corpse, Hypocrisy, Slayer, Kreator, Brutality, Immolation, Illdisposed, Kataklysm

19.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!