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khoma - the second wave


Erscheinungsjahr: 2006
Label: roadrunner records
Tracks: 11
Spielzeit: 50:23
Genre: rock
Subgenre: alternative emo post rock
khoma.jpg
Bewertung: 8/10

rating

Zu einem besseren Zeitpunkt hätte "The Second Wave" gar nicht veröffentlicht werden können. Das Album fesselt und fesselt und wächst und wächst, so dass man es gar nicht mehr loslassen möchte. Immer rauskramen, immer wieder hören, egal zu welcher Gelegenheit. Solche Alben sind immer willkommen, doch jetzt besonders: Khoma bestehen zu einem großen Teil aus Cult Of Luna. Und da sich die Schweden aus Umea (Auch: Meshuggah, Refused, The (International) Noise Conspiracy und viele mehr) mit "Somewhere Along The Highway", ihrem aktuellen Album, nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, tut es verdammt gut zu hören, dass sie es immer noch können. Wenn auch nur indirekt.

Khoma haben sogar das Potential Cult Of Luna an Bedeutung zu übertreffen. "The Second Wave" ist ein einziger Gefühlsstrudel, der selbst eingefrorene Emotionen auftaut. Musikalisch und vor allem gesanglich (nicht auszudenken, was Jan Jämte bei Cult Of Luna so alles anstellen könnte!) unterscheiden sich beide Bands frappant. Beide machen wunderbare, schöne und intensive Musik, die von wahren Klangteppichen lebt, doch die Umsetzung hat wenig miteinander zu tun. Khoma kennen zwar auch die neuen Neurosis-Scheiben, ignorieren aber die Alten genauso wie Oceansize und fühlen sich in der heutigen Alternative-Szene zu Hause.

Den Soundwall setzen Khoma gerne ein. Aber niemals so erdrückend, dass man nach Luft schnappt. Mr. Jämte würde auch niemals gegen eine Wand schreien. Luft passt hier überall dazwischen. Und manchmal ist es sogar die Luft selbst, wie z.b. "Guillotine", "Like Coming Home" oder "Hyenas" zeigen. Die Gegenpole sind selten eindeutig, höchstens partiell: "One Of Us Must Hang" oder "Through Walls" haben das Verhältnis entdeckt. Andere spielen wiederrum nur eine repräsentative Rolle - prädestiniert: "Stop Making Speeches" und "Medea". Immer mittendrin: Der Hörer.

"The Second Wave" ist durch die alte Refrainschule gegangen. Manche Songs schreien förmlich nach Kathedralen der Eingängigkeit, nach Ozeanen an Platz zur Entfaltung. Und alle bekommen auch wonach es ihnen dürstet. Glückliche Songs machen einen glücklichen Hörer. Egal, wieviel Melancholie in den Liedern oder im Titel stecken mag. Der neuerliche Albumtitel ergänzt sich übrigens wunderbar mit eigenproduzierten Debüt "Tsunami". Hauptsache man kann schwimmen.
Zum Abschluss bleibt nur zu hoffen, dass Roadrunner die Band dahin bekommt, wo sie hingehört. Bitte Beitragen.


Ähnlich:
oceansize, mew, neurosis, katatonia, radiohead, amplifier, cult of luna, kent, sigur ròs, klimt 1918, dredg, isis, a perfect circle, seigmen, 30 seconds to mars

11.06.2006
hlmr


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9MP         UGW      
3 D    6    U Q   QL6
U X   7HK   H M      
L J    1    P T   TT6
QNS         OUG      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!