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kanmantu - happy around the corner (ep)


Erscheinungsjahr: 2006
Label: waggle daggle
Tracks: 5
Spielzeit: 21:04
Genre: alternative
Subgenre: indiepop
kanmantu_corner.jpg
Bewertung: 7/10

rating

Nein, es ist nicht offensichtlich, dass Kanmantu aus Weilheim kommen. Weder optisch noch musikalisch gibt es Ähnlichkeiten zu der Szene um die Acher-Brüder. Viel eminenter ist die Klangverwandschaft zu Coldplay und britische (und deutsche) Konsorten. Absolut radiotauglicher Gitarrenpop, meist getragen, etwas romantisch, dabei aber nie ohne Druck und mit schönem, gut ausformuliertem Gesang.

Bis jetzt gibt es kein Album von Kanmantu (übrigens indisch für "Flüstern im Ohr", was nicht unpassend ist), nur zwei EPs, was dafür spricht, dass Kanmantu sich Zeit lassen. Der Longplayer soll Anfang nächsten Jahres erscheinen. Bis dahin muss die "Happy around the corner"-EP das Warten erleichtern. Was angesichts nur vier Songs (plus einem Remix eines alten Songs) schwer fällt. Zumindest gibt es unter diesen keinen Schwachpunkt - alle vier sind ausgereift, bieten Melodien zum Schwelgen und werden gar nicht so schnell langweilig, wie man anhand der Mainstreamausrichtung vermuten würde. Ironischerweise wird der Titeltrack und Opener, wohl dank des doch zu oft gesungenen Refrains, am schnellsten langweilig. Ist aber auch der offensichtlichste Hit. Wohl dank des so oft gesungenen Refrains - und natürlich wegen der memorablen, aber hier etwas zu repetitiven Gesangsmelodien.

"The caller" ist etwas weniger verschlafen, mehr drückend und dringlich und mit Elektronika verziert. Am tollsten ist aber, wenn die Band sich im letzten Drittel ins Instrumentale zurückzieht und sich in den Wall of Sound zurückzieht (der ruhig noch etwas voluminöser hätte ausfallen können). "Receiving your sign" ist der emotionalste Track der CD, sehr nah an Stadionrock zwar, aber gelungen, weil Andi Schmidt am Mikro nicht übertreibt und dennoch mit ganzem Herzen dabei ist. "Spies and truth" ist als regulärer Abschluss der ruhigste Song der CD und hätte auch den tatsächlichen Schlusspunkt markieren können. Der Axel Fischer Remix von "You and the air" ist nämlich zwar kein schlechter Remix, wie so viele Remixe aber doch eher überflüssig und als Abschluss der CD mit seinem stoischen 4/4tel Beat nicht gerade gelungen.

www.kanmantu.com


Ähnlich:
Coldplay, Travis, Naked Lunch, Coldplay, Arid, Richard Ashcroft, Embrace, U2, Kashmir, Keane, Morning Runner

25.11.2006
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!