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haunted, the - made me do it


Erscheinungsjahr: 2000
Label: earache
Tracks: 11
Spielzeit: 31:11
Genre: metal
Subgenre: death thrash metal
haunted.jpg
Bewertung: 8/10

rating

Kurz nachdem die seeligen At The Gates aufgegeben hatten (Unter anderem veröffentlichten diese mit "Slaughter Of Soul" einen unsterblichen Klassiker und gelten als die Urväter von Bands wie In Flames oder Dark Tranquility), gründeten ein paar übriggebliebene Hansel mit Unterstützung diverser Kumpels (z.b. Hansdampfinallengassen Jensen, der unteranderem bei Witchery die Axt schwingt und Ex-Mary Beats Jane-Fronter Peter Dolving) eine neue Band namens The Haunted. 1998: Das Debüt, das sich allerdings mehr in thrashigen Gefilden austobte, anstatt At The Gates Konkurrenz machen zu wollen, was ja eigentlich die logische Konsequenz gewesen wäre. Für Peter Dolving kam Marco Aro (ex-Face Down, die leider auseinanderbrachen als Peter die Band in Richtung Entombed und Marco wie gesagt bei The Haunted unterkam), nun liegt der Nachfolger des Debüts mit dem obercoolen Titel (fast schon DER Albumtitel 2000) "The Haunted Made Me Do It" vor. Wie man schon erkennen kann, beschäftigt sich der Titel mit den ganzen Prozessen gegen Metalbands, die Jugendliche dazu verleitet haben ihre Familie samt Haustier abzuschlachten. Passend, dass auf dem Cover Bilder von irgendwelchen Mördern verewigt sind und Bandname/Titel mit Blut dekoriert wurde. Auf dem Backcover befindet sich der Bauplan zu einer Pistole und Tipps zur Selbstverteidigung. Im Booklet wird das Konzept fortgeführt: Ein Kassenzettel macht darauf aufmerksam, was man sich so alles im Laden kaufen kann, um die Tat zu erleichtern, bzw. überhaupt auszuführen. Was sagt uns das ? Um mal so richtig Amok zu laufen, sollte man schon mindestens 1573,68 $ Investieren. Dann müssten allerdings sie Chancen recht gut stehen einigen verhassten Leutchen die letzten Minütchen ihres ärmlichen Lebens so unangenehm wie möglich zu gestalten...

Und welches Wort furzt uns hier in den Kopf ? Richtig, Totschläger. Und was heißt das auf Englisch ? Richtig, Slayer. Und schon hätten wir einen klanglichen
Anhaltspunkt. Denn "Dark Intentions" und "Bury Your Dead" kann man nicht besser beschreiben. "Dark Intentions" mimt dabei das 1:30 Minütige, zähe Intro, in bester Slayer Manier, die sich ja auch immer recht viel Zeit lassen, bis geprügelt wird. Wrrrrrrrrrooooooom ! "Bury Your Dead" hätten Slayer in ihrer Hochphase nicht besser hinbekommen. Auch wenn der Refrain fast schon ein wenig von "Angel Of Death" geklaut ist (Sprecht mal "Bury Your Dead" schnell und undeutlich aus...), aber kann das wirklich negativ sein ? Eben. Der dritte Song "Trespass" klingt eher etwas nach At The Gates und schon sind die Slayer-Coverband Vorwürfe vom Tisch. Mit "Leech" dringen The Haunted eher in den etwas modernen Thrash rein, der auch gleich ´ne ganze Ecke relaxter aus den Boxen drömmelt. Den Härtemäßigen Tiefpunkt erreichen die Jungs mit "Hollow Ground", bei dem sie allerdings zeigen, wie man schöne Harmonien in ein Thrash-Gebräu einbindet, ohne dass es auffällt.
Lang halten es die Schweden allerdings nicht im Mid-Tempo aus. Das 1:35 Minütige (!!) "Revelation" haben The Haunted wohl aufgenommen, weil es ihnen peinlich war mit "Leech" und "Hollow Ground" groovigen Softstoff aufgefahren zu haben. Hier schepperts ordentlich. High-Speed Thrash mit Old-School Death Einsprengseln und Blastbeat-Explosion am Ende. So stell ich mir immer ICE-Gebretter vor. Hat was von Vader. Kein Wunder, dass sich The Haunted nach dem Song nicht mehr im Mid-Tempo verlieren und das 36-Minütigen Brett im Up-Tempo zu Ende bringen. Auf dem Weg dorthin fallen besonderst "Silencer" (Besser kann man modernen Retro-Thrash [toller Widerspruch] nich spielen...) und der Rausschmeißer "Victim Iced" (nettes Wortspiel) auf. Der Song kurbelt das Tempo nochmal souverän aus der Tempo 30 Zone heraus und poltert in bester Slayer-Manier jeden Seerosen-Gießer nieder.

Ein gottverdammter Killer. Oder um es mit der Merauder-Meinung auf den Punkt zu bringen: Arschtritt.


Ähnlich:
Slayer, At the Gates, Witchery, Dissection, In Flames

19.03.2005
kervorkian


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!