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fortunas favourites - born by the sun (ep)


Erscheinungsjahr: 2005
Label: ink
Tracks: 5
Spielzeit: 18:53
Genre: alternative
Subgenre: alternative pop
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Bewertung: 6/10

rating

Sie müssen es wohl tun. Fortunas Favourites sind auf der Welt um nette und schöne Popsongs zu spielen. Schließlich sind alle Gründungsmitglieder hauptberuflich Menschenhelfer. Sozial engagiert und bemüht zu helfen. Immerhin, die Instrumentierung ist handfest: Synthetisch sind auf ihrer Debüt-EP "Born by the sun" nur die von der kürzlich eingestiegenen weiblichen Verstärkung Nina gespielten Keyboards, der Rest ist grundsolider Gitarrenpop, der auch mal etwas rockiger sein darf.

Mit fünf Songs treten die fünf Niederösterreicher auf "Born by the sun" an, um dem geneigten Hörer die Welt zu versüßen. Der gleichnamige Opener (der auch als ziemlich blaues und "home made"-Flaier versprühendes Video enthalten ist) schafft das schon ganz gut. Direkt nachvollziehbarer Rhythmus, Gesangslinien mit Zugriff auf das Rückenmark (den Refrain ohrwurmig zu nennen wäre noch untertrieben) und Leadgitarren, die die Weite von sommerlich blauem Himmel und von grün leuchtenden Wiesen vermitteln. Als hätte man gut ausgedachten Pop-Punk noch etwas weicher gespült.
Das folgende "Nelly" treibt es aber dann doch etwas zu weit. Die melancholisch-sehnsüchtige Stimmung geht zwar im Prinzip in Ordnung, die allzu süßlichen Arrangements gehen aber trotz ähnlicher Refrain-Hitqualitäten wie der Titeltrack zu schnell auf den Geist.
Mit analoger Ruhe und Stimmung kommt das bassdominierte "Good Life" daher, welches die verhaltene Melancholie aber dankenswerterweise nicht mit kitschigen Keyboards und Gitarrenlinien zukleistert und mit ein paar guten rhythmischen Ideen glänzen kann, was aber nicht verhindert, dass der Song mehr vorbeiplätschert, als trifft.
"See you in the sky" könnte mit seiner Schrammel-Gitarrendominanz auch auf einem amerikanischen College Rock-Album sthen, ohne negativ aufzufallen und reicht fast an die Hitqualitäten von "Born by the sun" heran. Und so langsam stellt sich auch ein Sättigungsgefühl an den schönen, aber doch ähnlich klingenden Melodien, die stellenweise etwas zu oft wiederholt werden, ein. Da ist man fast dankbar, dass "Valentine's Day" das Tempo zum Schluss anzieht und fast punkig daherkommt. Die harten Jungs haben Fortunas Favourites nur leider nicht so richtig drauf und so verkommen die härteren Passagen am Ende des Songs zur Farce.

So bleibt "Born by the sun" eine ambitionierte und nette EP (mit Appetit machendem rot-gelben Artwork). Etwas weniger Zuckerguß und mehr Variabilität in den Melodien hätte den Songs aber gut getan. Trotzdem bleiben mit dem Titeltrack und "See you in the sky" immerhin zwei schöne Tracks, die den momentanen goldenen Herbst passend versüßen können.

www.fortunasfavourites.net

http://www.inkmusic.at


Ähnlich:
Hootie and the Blowfish, Stereophonics, Lovebugs, Conic, Alternative Allstars, Matchbox Twenty, Collective Soul, Miles, Slut, Counting Crows, Readymade, Weezer

09.10.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!