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erario, cosimo - c´é


Erscheinungsjahr: 2013
Label: egp records
Tracks: 13
Spielzeit: 52:34
Genre: rock
Subgenre: italian pop/rock
Cosimo Erario.jpg
Bewertung: 4/10

rating

Nachdem das Presseblatt von Cosimo Erarios neuem Album irgendwas von italienischem Pop schrieb, hatte die CD keinen guten Stand. Umso erfreulicher dann die ersten, überraschend harten (Gitarren-)Klänge vom Opener "Senza Bussare", die so gar nicht dem Klischee von Eros Ramazotti entsprach. Dennoch blieb die Skepsis, beschränkte sich doch die Anzahl meiner positiven Erlebnisse mit italienischem Gesang auf einige Zeilen von Mike Patton. Und auch mit Cosimo Erario, soviel sei vorweggenommen, wurde ich nicht warm, was nicht daran liegt, dass sich die erwähnten, härteren Gitarrenparts im Laufe des Albums nicht wiederholen. Aber von vorne: Der gebürtige Italiener lebt in Köln und ist fähiger Gitarrist, was auf auf "c'é" deutlich wird. Vielleicht zu deutlich: Stellenweise wäre etwas weniger ornamentales Gitarrenspiel mehr gewesen, andererseits gibt es auch eine Menge wirklich gelungener Leadgitarren. Woran "c'é" aber am meisten krankt ist fehlendes Gespür für gute Songs. Hier und da gibt es ein paar nette Momente, siehe die eingängigen Hooks in "Noi Di Vento", die bluesigen Gitarren in "Svuota la tua Stanza" und "Ricomincio da te", der reduziertere Singer/Songwriterversuch in der ersten Hälfte von "La Nostra Estate" (mit leider verunglückt produziertem Gesang), aber es bleibt eher Stückwerk. Und das ist für ein Album im Pop/Rockbereich einfach nicht genug. Vermutlich möchte Cosimo Erario so viel Abwechslung wie möglich reinbringen und das Equipment seines Tonstudios ausschöpfen. Ein ordentlicher Produzent hätte dem Musiker so einen Quatsch wie "Vilcabamba", das ungelenk mit lateinamerikanischen Rhythmen hantiert oder den Electrorockmatsch "Magneticamente", aber wohl noch rechtzeitig um die Ohren gehauen. Und auch die vielen Spielereien mit seiner Stimme und einigen elektronischen Klänge sind unter unnötigem Studio-Overkill abzubuchen. Leider ist Cosimos Gesang auch nicht sonderlich charismatisch und seine Melodielinien und auch sein teilweise eingesetzter Sprechgesang eher Standardware, so dass das Album seine kritische Masse tatsächlich aus seiner Gitarrenarbeit und aus wenigen Einsprengseln jazziger und funkiger ("Paura degli Aquiloni") Elemente bezieht. Wenn sich Cosimo Erario in Zukunft mit fähigen Songwritern und Produzenten zusammenarbeitet, dann schenke ich ihm gerne wieder Gehör. Aber bis dahin war der Großteil seines Werkes leider eher Zeitverschwendung.


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02.03.2014
stativision (T.Goris)


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!