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elephant - icebreaker


Erscheinungsjahr: 2009
Label: Junkyard Entertainment
Tracks: 13
Spielzeit: 42:45
Genre: alternative
Subgenre: alternative rock/grunge
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Bewertung: 6.5/10

rating

Der Einstieg gerät etwas rumpelig. Und entwickelt sich dann doch zu einem schön authentischen, während des Refrains pathetischen Rocksong. Kurzfristig, während der ersten fünfzig sekunden von "believe me" kann einen leicht das Gefühl beschleichen, das man verspürt, wenn man die achtzehntausendste CD von einer x-beliebigen Provinzband erwischt. Proberaumfeeling und kantige, beliebige Rockriffs und -rhythmen. Gottseidank kommt es bei Elephant anders. Zwar ist die Produktion (gewollt) erdig und kernig und die ein klein wenig angestaubt wirkende Proberaumakustik, an die man sich irgendwann gewöhnt, verschwindet auch während des Rest des Albums nie vollständig. Aber in Händchen Melodie, Songwriting und insbesondere Gesang hat man der Vielzahl an anderen Bands im alternativen Rock einiges Voraus. Und auch wenn die im angesprochenen Opener ganz kurz eingesetzte Querflöte eher Gimmickcharakter hat und während des Albums auch andere, eingesetzte, genrefremde Instrumente, abgesehen von den Trompetenparts, nicht sehr songdienlich eingesetzt werden, überwiegt der positive Eindruck der Mehrzahl der 13 Songs.

Meister sind Elephant im Schreiben von schön ausgestalteten Refrains, in denen mit Inbrunst gesungen wird - gerne auch mal im Geiste mit ausgebreiteten Arme auf einer Klippe stehend, was dann an an den Eddie Vedder der frühen Pearl Jam erinnert - nur nicht ganz so knödelig und etwas rauer. So ist spätestens beim treibenden, eindringlich vorgetragenen "Panic Syndrome" klar, dass Sänger Simon Persson das entscheidende Merkmal von Elephant ist. Und dass, obwohl er, besonders in den ruhigeren Passagen (so z.B. in "Again you loose", in dem er zum Refrain wieder auftrumpfen kann, und "the freak") auch mal blass und beliebig bleibt.

Schön auch, wie abwechslungsreich Elephant zu Werke gehen. Zwischen der abschließenden Akustikballade "Believe me" und dem schnellen Punker "I remember I said" (wiederum an Pearl Jam, diesmal an "Spin the black circle", erinnernd) ist eigentlich alles vertreten. Mal bluesgetränkter (zu simpel: "still hold you in my head"), mal mit recht reduzierten Parts (wie in den Strophen von "Maybe we should live together" mit wunderbarem Refrain), mal nett daherschrammelnd ("the freak", "it's nothing") und mal ziemlich hektisch ("everything stops"). Gerne ausbauen können sie die melancholischen Trompeten wie in "Closer" (einer der besten Songs auf "Icebreaker") und die von Leadgitarren getragenen, instrumentalen Schlussparts ("this long road" und ebenfalls "closer").

Für ein Debütalbum mehr als ordentlich. Auch wenn von manchen Songs nur Parts gefallen: Insgesamt ein schön unangepasstes Album mit vielen eindringlichen und einfallsreichen Momenten.


Ähnlich:
Pearl Jam, Live, Nirvana, Alice in Chains, Celestial Season

19.10.2009
T. Goris


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!