. .

drowningman - rock n roll killing machine


Erscheinungsjahr: 2000
Label: revelation records
Tracks: 9
Spielzeit: 28
Genre: metal
Subgenre: chaoscore
drowningman.jpg
Bewertung: 7.5/10

rating

Der Name Drowningman dürfte wohl den wenigsten verlorenen Seelen ein Begriff sein. Aber woher sollte man die 5 Irren aus Vermont auch kennen, denn ihre Alben gibt es in Deutschland nur über den Importweg, in den Läden braucht man also gar nicht erst suchen. Ziemlich schade, Drowningman sollte man auf jeden Fall kennen, es sei denn man mag keine hasserfüllte, verschachtelte und ziemlich wirre Mucke auf höchsten technischen Niveau. Drowningman sind auf keinen Fall etwas für schwache Nerven, denn auf allen ihren bisher veröffentlichten Platten (2 Album und eine 7") geht es recht hektisch und vorallem kurz zu. Brachte es das Debüt-Album mit dem kultigen Titel "Busy Signal At The Suicide Hotline" auf gerade mal 19 Minuten, so kratzt "Rock And Roll Killing Machine" immerhin schon an der 30 Minuten-Marke. Viel länger sollten die Alben allerdings auch nicht sein, da sie sonst die Schmerzensgrenze ganz klar überschreiten würden.

Doch wie klingen Drowningman nun eigentlich ? Frank Zappa kommt in sein Schlafzimmer, erwischt dabei At The Drive-In, die gerade mit The Dillinger Escape Plan vögeln, während sich eine Alternative-Band an dem Treiben der zwei ergötzt. Wer damit überhaupt nichts anfangen kann, dem sei gesagt, dass die Musik der Amis komplex, aggressiv, breakdurchsetzt und vorallem wunderschön klingt.

Drowningman reihen ein Break an das andere, bauen eine apokalyptisches Szenario auf, steigern sich zur Raserei um dann in einem genialen, emotionalen Hit-Refrain zu explodieren, der im Hörer das Adrenalin und die Glücksgefühle schlagartig ansteigen lässt. Dem ganzen setzen die Texte von Sänger Simon Brody die Krone auf. Schon an den Titeln wird klar, dass die Texte nichts alltägliches sind. Die Bedeutung der Lyrics ist allerdings nur Simon und seinem Psychiater bekannt, da der Sänger die Band quasi als Therapie ansieht. Am besten funktioniert diese explosive Mischung, der die Drowningmen frönen, bei "My First Restraining Order", als sich die Jungs in einen Rausch spielen und einen See aus Gefühle und Emotionen wahrlich zum Kochen bringen. Der Begriff Emo-Core wird hier neu definiert. Schon allein wegen diesen 2:30 Minuten, lohnt es sich die 43 Tacken für den Import zusammenzukratzen. Allerdings schaffen es die 5 noch öfter auf dem Longplayer (?) die Glücksgefühle ins unermessliche steigen zu lassen, z.b. bei "The Truly Dangerous Nature Of A Man Who Doesn´t Care If He Lives Or Dies", wo Simon zum ersten Mal so richtig zeigt, was sich alles hinter seiner Stimme verbrigt, wenn er das Brüllen mal sein lässt. Ein einziges Wechselbad der Gefühle.

Dieses Album wird auf jeden Fall für Anhänger von At The Drive-In mehr als interessant sein, die sich ihre Helden in ein wenig härter vorstellen können, vorallem nachdem sich die Band ja jetzt so gut wie aufgelöst hat. Leute ohne Scheuklappen, die sich mal wieder ein ungewöhnliches und intensives Album geben wollen, sollten "Rock And Roll Killing Machine" auch auf jeden Fall anchecken. Die andern beiden Veröffentlichungen stehen dem zweiten Album übrigens in nichts nach, also krallt euch, was ihr bekommen könnt.


Ähnlich:
At the drive-in, Dillinger Escape Plan, Dredg

17.03.2005
kervorkian


:: Comments ::


Comment
Name:

Comment:

Security question, please solve:

J2B         N12      
G      A    Y     3L8
6YA   WSR   Y18      
  X    E      P   XNW
TFF         UPO      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!