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devin townsend - ziltoid the omniscient


Erscheinungsjahr: 2007
Label: inside out
Tracks: 11
Spielzeit: 53:50
Genre: metal
Subgenre: space coffee metal
devinziltoid.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Devin ist Vater geworden. Deswegen kündigte er eine "längere" Pause von der Devin Townsend Band und Strapping Young Lad an. Aber was machen Vollblut-Musiker in ihren Pausen? Richtig, sie nehmen Alben auf.

Diesmal allerdings versteckt sich Devin hinter einer von ihm selbst entworfenen Handpuppe namens "Ziltoid" – ein allwissendes Alien, dass süchtig nach Kaffee ist und über Quatar schwebt. Devin hat Ziltoid eine Geschichte auf den Leib geschrieben und diese netterweise gleich vertont – komplett im Alleingang (Für die Drums leihte er das täuschend echt klingende "Drumkit From Hell", das Tomas Haake von Meshuggah für "Catch Thirtythree" entworfen hat). Sprich: "Ziltoid The Omniscient" ist die reinste Essenz von Devin.

Und somit der beste Beweis dafür, dass Devin besser eine richtige Pause gemacht hätte, denn die Scheibe setzt den Abwärtstrend von "Accelerated Evolution" und "Synchestra" einwandfrei fort.
Zu den ansich schon schwächeren Songs kommen noch Hörspiel-Elemente hinzu, die zwar cool und teilweise auch wirklich witzig sind, aber nach dem x-ten Durchlauf etwas stören. Leider sind die Dialoge teilweise in die Songs eingebunden, was skippen zwecklos macht.

Musikalisch bietet "Ziltoid The Omniscient" keinerlei Überraschungen: "By Your Command", "Solar Winds" und "Color Your World" sind typische Devin-Longtracks, "Hyperdrive" ist der obligatorische Popsong (und diesmal etwas schwach auf der Brust) und der Rest ist leider nicht viel mehr als Füllmaterial. Stilistisch rangiert das Ganze im Spannungsfeld von softeren Strapping Young Lad (sprich: "The New Black") und den letzten vier Soloalben ("Physicist", "Terria", "Accelerated Evolution" und "Synchestra").

Die Songs sind allesamt noch "okay", die Story ist witzig (vor allem das Ende der Geschichte in "Tall Latte"), aber man wird das Gefühl nicht los, dass Devin auf der Stelle tritt und nur noch Stangenware abliefert. "Ziltoid The Omniscient" klingt mehr nach Berechnung als nach Herzblut.

Deswegen vielleicht auch den neuerlichen Schritt, den Devin verkündet hat: Strapping Young Lad sind Geschichte, die Devin Townsend Band ist Geschichte, Interviews und Konzerte wird es keine mehr geben. Was das konkret bedeutet, wird sich zeigen. Schließlich kann man sich bei Aussagen von Devin nur sicher sein, dass sie alles andere als sicher sind...


Ähnlich:
Strapping Young Lad, The Devin Townsend Band

28.05.2007
hlmr


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  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!