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deus - no more loud music (best of)


Erscheinungsjahr: 2001
Label: island/universal
Tracks: 11
Spielzeit: 58:29
Genre: alternative
Subgenre: indiepop
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Bewertung: 7/10

rating

Nein, auf eine Best of von dEUS, die lediglich ihre 10 Singleauskopplungen repräsentiert, hat wohl wirklich niemand gewartet. Am allerwenigsten ihre Fans, die eher auf ein neues Album der belgischen Indiepop-Elite gehofft hatten. Wie also konnte es überhaupt dazu kommen? Ursprünglich war eine vollgestopfte DVD geplant, die mit all den kleinen Sachen angefüllt sein sollte, die sich über all die Jahre bei Barman und Kollegen angesammelt haben. Von den offiziellen Clips über Kurzfilme bis hin zu Livematerial und Homevideos - alles, was das Auge so begehrt. Um die DVD rauszubringen, musste dann aber der Kompromiss eingegangen werden, mit einer gleichzeitig erscheinenden Best of-CD die Kassen klingeln zu lassen. Dass diese dann den deutschen Markt weit vor der DVD erblickte, war wohl kaum im Sinne der Band. Aber so geschah es eben. Dumm gelaufen.
Das hält mich natürlich nicht zurück, meinen Senf zu der Compilation abzugeben, die dem wahren Fan wohl kaum erspart bleibt. Alleine deswegen, weil das unveröffentlichte Lied hierzulande nicht als Single zu erstehen ist.

Aber von Vorne. Wie schon gesagt sind hier nur die bisherigen Singleveröffentlichungen von dEUS vertreten, 10 an der Zahl und in schön chronologischer Reihenfolge, was nicht wenig Sinn macht: So kann man wenigstens die Entwicklung der Belgier nachvollziehen. Vom sperrigen, textarmen Noiserock mit Popmelodien ("Via", "Suds & Soda") über die zerrissene Phase auf "In a bar under the sea", mit den in kaum eine Schublade passenden "Theme from Turnpike" und "Fell off the floor, Man" bis zum heutigen Indiepop, der einzigartige kleine Geschichten erzählt und ein großartiges Gespür für tiefgreifende Melodien besitzt. Mit "Instant Street" und "Sister Dew" auf dem Songwritergipfel.
So betrachtet macht auch der Name der Zusammenstellung Sinn.

Die letzten zwei Tracks sind nun die Schmankerl für die Fans. Den Anfang macht der Phil Vinall Remix von "The Ideal Crash", das ein paar Beats pro Minute mehr spendiert bekommen hat und mit zarter elektronischer Verfremdung aufwartet. Nicht wirklich interessant, aber wenigstens nichts verschandelt.

"Nothing really ends" markiert dann, entgegen dem Titel, doch ein Ende. Das der CD nämlich. Und was soll man sagen: Es ist wundervoll. Barmans Gespür für die richtigen Worte zur richtigen Zeit ist fabelhaft und die gehaltvolle Instrumentierung, die sich im Laufe des Songs dEUS-typisch steigert, machen diese Kommerzcompilation zwar nicht wieder wett, aber doch einiges wieder gut.

19.03.2005
stativision (Tobias Goris)


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!