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crawley - territorial


Erscheinungsjahr: 1996
Label: soundfront
Tracks: 10
Spielzeit:
Genre: alternative
Subgenre: alternative rock
crawley.jpg
Bewertung: 8/10

rating

Die Geschichte beginnt von Crawley beginnt Ende der Achtziger, als sich 2 Schweden in den Staaten treffen und beschließen eine Band zu gründen. Bei "Territorial" handelt es sich meines Wissens nach bereits um das dritte Album der Band (Falls dies nicht korrekt sein sollte, schickt die Briefbomben bitte an kervorkian@ciao.com). anders als ihre Labelkollegen Face Down und Lost Souls lassen es Crawley lieber unterschwellig krachen, sprich: Up-Tempo ist ihnen völlig unbekannt. Fette Riffs und druckvolle Drums gibt`s bei Crawley allerdings auch zuhauf. Die brutalen Metzel-Parts der Kollegen werden durch Alice In Chains-artige Chöre und Melodien kompensiert.
Klingt jetzt ein wenig befremdlich, aber dieses Thrash/Grunge-Gebräu funktioniert viel besser als man denkt. Zumal Crawley immer noch brutal genug sind, um jeden Pseudo-Poser und Seicht-Schwachmat an die Wand zu pusten.
Der größte Nachteil Crawleys, weswegen ihnen der Durchbruch letztlich auch verwehrt geblieben ist, ist, dass man sich mit "Territorial" ernsthaft beschäftigen muss, bis die Scheibe so richtig zündet. Bei den ersten paar Durchläufen klingt die CD jedenfalls verdächtig nach Durchschnitt. Doch nach und nach entwickeln Songs wie "T.V. Screen" oder "Suite Me Fine" (Das Highlight! Besser man Technik und Alice In Chains nicht verbinden) sogar Hit-Charakter, trotz vieler anfangs undurchschaubarer Rhythmen und ungewöhnlicher Gitarrenarbeit. Bei "N.N.P.W." kreuzen Crowley Neo-Thrash mit einem amerikanischen Kinderlied, einer typischen Laune Stanley (A.I.C.) Vocalline, gnadenlosen Grooves und einem Pink Floyd(!)-artigem Gitarrensolo.
Trotz der etwas komischen Zusammensetzung klingt das alles absolut homogen. So würden Meshuggah heute klingen, wenn sie einen ähnlichen Schritt wie Metallica von "Kill 'em All" zu "Load" gemacht hätten. Sehr interessant, das ganze. Vor allem wenn man bedenkt, dass "Territorial" auch schon 5 Jahre auf dem Buckel hat. Gegen Ende des rund 54 min langen Brocken hauen uns Crawley sogar noch 2 richtige Hymnen um die Ohren. "Wrecking Crew" und das treibende, voranpreschende "Don´t Stop" surren dem Hörer noch tagelang im Kopf herum. Mit dem Schlusspunkt "Twelve Point Five" stimmen die Schweden sogar noch die Industrial-Fans glücklich und erinnern ein wenig an ihre Kollegen und Kameraden Misery Loves Co., doch leider war dieser Song auch der endgültige Schlusspunkt in der Karriere von Crawley, denn wie jede Soundfront-Band segneten auch Crawley kurz nach dem Release von "Territorial" das Zeitliche. Schade...

Das Album ist Pflichtstoff für alle Alice In Chains-Freaks, die sich nicht damit abfinden können, dass ihre Helden endgültig tot sind und auch mit härterem Stuff etwas anfangen können. Thrash-Freaks, die das ganze Gehacke satt sind, sollten auch mal ein Ohr riskieren. Dies dürfte sich allerdings als etwas schwer erwiesen, denn wie jedes Album der Soundfront-Series ist dieser Longplayer auch schon lang ausverkauft und dürfte recht schwer zu finden sein. Ich persönlich bin z.b. auf einem Flohmarkt in Frankreich fündig geworden...

17.03.2005
kervorkian


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Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!