. .

cheshire cat - souls ep


Erscheinungsjahr: 2005
Label: six more miles
Tracks: 4
Spielzeit: 12:44
Genre: alternative
Subgenre: gothic/wave rock
souls.jpg
Bewertung: 6.5/10

rating

Genau, cheshire cat ist die Grinsekatze aus Alice im Wunderland. Anders als dieser ist der Band Cheshire Cat aus Schweden beim Songschreiben offensichtlich nicht zum Lachen zumute: Auf deren Debüt-EP "Souls" ist eher düsterer Wave/Gothic Rock zu hören, der insbesondere durch die sphärischen Gitarrenleads und den tiefen Gesang Martin Tryggs einen depressiven Stempel aufgedrückt bekommt. Auch die Texte scheinen nicht besonders lebensbejahend, zumal wenn man bedenkt, dass Cheshire Cat der Legende nach aus besonders depressiven Gemütslagen des Sängers entstand.

Während der auf Dauer zu monotone und besonders beim Opener "souls" zu sehr in den Vordergrund gemischte Drumcomputer negativ auffällt, sind es vor allen Dingen die Gitarrenlinien und so manch intelligenter Keyboardeinwurf, die an dieser EP vorteilhaft herausstechen. "Lovers Eyes" und "Japan" jedenfalls sind klar durchstrukturiert, dabei aber mit Gitarren- und Synth-Raffinessen derart gespickt, dass man sich an den Beiden kaum satt hören kann. Auch die ausdrucksstarken, aber nie (wie oft im Genre zu hören) gezwungen klingenden Gesangslinien animieren zum mehrmaligen Durchhören, auch wenn eigentlich gerade gar kein geeignetes Wetter dafür herrscht.

Nur das abschließende, kurze "souls pt.II" (das wohl eher eine Art Remix darstellen soll) ist mit seinen Industrialartigen Klängen ein Fremdkörper auf der CD, der sich auch auf Dauer nicht dem Konzept von Cheshire Cat unterwirft und so ungünstig auffallen.

Alles in allem ist das aber eine durchaus bestechende Mischung aus Gothic/Wave Rock, Post Punk, New/Dark Wave und Indie Pop geworden, in die nicht nur Fans von Joy Division, Sisters of Mercy, New Order und Interpol reinhören sollten. Wenn die sich mit der doch stark Gothic-lastigen Stimme Tryggs und dem Drumcomputer arrangieren können, könnte es zu Liebe werden.

Soundbeispiele und mehr gibt es unter www.cheshirecat.se


Ähnlich:
Sisters of Mercy, Joy Division, The Cure, Interpol, New Order, The Smiths, Siouxsie and the banshees, Nick Cave, The Fall, The Mission, Bauhaus, The Cult, Peter Murphy

04.07.2005
stativision (Tobias Goris)


:: Comments ::


Comment
Name:

Comment:

Security question, please solve:

YW6         58P      
K      7      S   H65
15Q   1TE     H      
  1    L      E   LST
XHU           H      



Letzte Kommentare

  • Carsten Rothaar: In meinen Augen verdient die Scheibe ein besseres Feedback als das obige. Für eine Band ohne großes Label eine tolle Leistung. Habe die Band live beim Olgas Rock Festival gesehen und muss sagen: TOP!
  • schizoid: i love this band but i cant find this cd
  • Raven: Ok. Mein Fehler. Der Komponist ist natürlich Edvard Grieg. Und es handelt sich um die Peer Gynt Suite.
  • Raven: Soweit ich weiß, ist das Intro NICHT "Peter und der Wolf" sondern Peer Gynts "Morgenstimmung".
  • Doomboy: Die Scheibe war damals nen dauerbrenner in meinem Player Bewertung 10/10 ich liebe die alten Deathmetalscheiben is halt nix für Weicheier!